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Marc Jacobs, der Luxus und die Drogen

Er gilt als der einflussreichste amerikanische Modedesigner. Seine Kollektionen werden bejubelt, Louis Vuitton verdankt ihm ein Millionengeschäft. Ein beneidenswerter Erfolg? Just hat Marc Jacobs sich wieder in eine Entzugsklinik eingeliefert.
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Der Mann für den Luxus

Jacobs ist das Multitalent, der Multimacher. Er bescherte dem Lederlabel Louis Vuitton eine ungeahnte Luxuserfolgsbilanz und blieb trotzdem mit „Marc Jacobs“ der eigenen Identität, dem Bodenständigen, der etwas feineren Streetwear treu. Ohne Gehabe, wie verloren und artig präsentiert er sich in blauem Oberhemd und Jeans nach einer erneut umjubelten Schau kurz am Laufsteg dem Publikum. Als er seine Herbst-Kollektion 2007 zeigte, registrierte das Modeportal „Style.com“ über drei Millionen Clicks, wieder einmal so viel wie bei keinem anderen Designer.
Der viel Dekorierte und Gelobte ist unprätentiös und freundlich. Und vergisst nie, sein Team zu loben, weil er wohl ehrlich daran glaubt. Kürzlich erst sagte er der „Gala“: „Das Team ist alles, was ich bin. Ich halte nicht viel davon, als Designer für mich allein zu arbeiten. Ich umgebe mich lieber mit Menschen, deren Stilsicherheit ich vertraue und deren Meinung mir wichtig ist.“ Ein Mann zum Mögen, keiner, den man sich sturzbetrunken vorstellen kann. Gut, sein Musikgeschmack ist wummernd, und rauchen tut er auch – aber wenn das ein Indiz für ernste Sucht wäre, dann müsste der ganze Bundesstaat Arizona eine einzige Klinik sein.
Nun, es reicht schon für Schwindelanfälle, wenn man nur liest, was der gebürtige New Yorker und Parsons-School-Absolvent in jeder Saison kreativ zu bedienen hat, selbst mit „a big help from my team“: Die Kollektionen für Louis Vuitton, Taschen, Mode, Schuhe, Accessoires, Anzeigenkampagnen. Die eigenen Linien Marc Jacobs („mein eigenes Unternehmen soll auch wachsen&ldquo wieder Ready-to-wear, Taschen, Schuhe, Brillen, Accessoires, dazu Home-Collections, Anzeigen, die preiswerte Linie Marc by Marc, die Freizeitlinie „Stinky Rat“, die Kinderkollektion Little Marc, die „Spezialitäten“ T-Shirts, Gürtel, Mützen, die Parfüms. Immer unter Druck. Von Zeit und Erwartung. An Jacobs Kreativität hängt ein Millionengeschäft.
Und das seit zehn Jahren. Mit seiner Verpflichtung 1997 startete Louis Vuitton in eine neue Dimension der traditionsreichen Unternehmensgeschichte. Als LV-Präsident Yves Carcelles die Verpflichtung des „Guru des Grunge“ verkündete, dachten alle an einen Werbegag, wenn nicht schlechten Scherz. Doch seine Fantasie war genau das, was den französischen Perfektionisten zum Geschäftsglück fehlte. Und umgedreht konnte sich die Kreativität Jacobs erst in dem Umfeld und durch den Druck eines Global Players so richtig entfalten, auch wenn er, wie er in der „Vogue“ mal erzählte, kein Weltenbürger sein mag: „Ich bin keine organisierte Persönlichkeit. Ich bin kein Tom Ford oder Valentino, die es offenbar lieben, an mehreren Orten gleichzeitig zu leben.“ Nun wird er sich an einem abgeschiedenen Ort in Arizona ausruhen. Und dann geht es weiter. Keine Sorge.



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